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Hofgemeinschaft Dorfleben e.V.Gemeinsame Lebensgestaltung von Jung und Alt

Projektdarstellung

75 km nördlich von Berlin haben wir 1998 einen Vierseitenhof auf 7.200 qm verwildertem Gartenland mit alten Obstbäumen erworben.

Der ehemalige Bürgermeisterhof (Dorfschulzenhof) befindet sich in einem typischen Straßendorf mit ca. 350 Einwohnern, das zum Naturpark Stechlin gehört. Im Norden erreicht dieser die Ausläufer der Mecklenburger Seenplatte mit ausgedehnten Waldgebieten und vielen schönen Badeseen. Der nächste ist nur fünf km entfernt ist. Die nächste Bahnstation mit Anschluss an Berlin befindet sich in dem mittelalterlich historischen Städtchen Gransee. Die Fahrzeit nach Berlin – Hauptbahnhof beträgt etwa 48 Min.

Was haben wir bereits getan?

Im Sommer 2001 haben wir den Verein „Hofgemeinschaft Dorfleben“ gegründet. Der Hofkauf wurde durch Privatdarlehen einzelner Mitglieder an den Verein realisiert. Die Finanzierung des Bauvorhabens lief über die GLS-Bank (Gemeinschaftsbank für Geben, Leihen und Schenken in Bochum) und unter Nutzung eines KfW-Kredites (CO2-Minderung).

Wir sind aktuell drei Generationen im Alter von 3 bis Mitte 60. Den Hof beleben zurzeit neun Erwachsene und drei Kinder.

Seit 2002 wurden zunächst in Eigenarbeit sanierungsvorbereitende Arbeiten im alten Wohnhaus durchgeführt. Nach Plänen unserer Architektin wurden erhebliche Umbauten innerhalb des Gebäudes durch Handwerkerfirmen geleistet. Mit weiteren Eigenleistungen sind bis zum Herbst 2003 fünf Wohnungen im alten Wohnhaus nach baubiologischen Grundsätzen (Lehmputz, Hanfwolledämmung, ökologisches Wärmedämmverbundsystem u.a.m.) ausgebaut worden. Gleichzeitig wurden nach Teilabriss der langgestreckten Scheune im Mai 2003 dort unter Leitung eines Baubiologen zwei weitere Wohnungen in Holzständerbauweise errichtet. Die Innenwände sind aus Lehm, für die Dachdämmung wurde Hanf und für die Dämmung der Außenwände Hobelspäne verwendet. Sämtliche Wohnungen werden von einer Holzhackschnitzelheizung mit Warmwasser und Wärme versorgt.

Nachdem bis Ende 2003 der größte Teil der Gruppenmitglieder eingezogen war, begannen wir mit der Gestaltung des Grundstückes. Es entstanden Bereiche für ökologische Gemüsegärten. Die Bewässerung erfolgt durch unseren Hofbrunnen und durch Regenwassernutzung. Es gibt stille Bereiche im Garten für die Ruhesuchenden und Spielbereiche für Kinder.

Taten, Ideen und weitere Ziele

Unsere Gemeinschaft ist eingebettet in das dörfliche Umfeld durch verschiedene Aktivitäten und Kontakte. So ist unsere Nachbarschaft bereits gut mit dem Projekt vertraut. Unsere vier Hoffeste fanden großen Zuspruch.

Das Interesse unserer Mitglieder gilt auch anderen Gruppen und Vereinen. Durch eigene Mitgliedschaften in regionalen Vereinen (z.B. Förderverein Stechlin und Menzer Heide, Gemeinsam e.V., NaBu e.V.) sind wir mit der Region vernetzt.

Selbstverständlich ist uns eine umfassende ökologische Orientierung, sowohl hinsichtlich der täglichen Lebensweise als auch des biologischen Gärtnerns und Bauens wichtig. Darüber findet auch ein Austausch mit der Nachbarschaft statt.

Rote Hausfassade mit großen Holzfenstern, davor ein blühender Garten
Sandfläche mit Spielzeug, Holzstämmen und einer grünen Handpumpe auf der Wiese
Gestreifter Liegestuhl und ein Baumstumpf zwischen dichtem Grün

Vielleicht sehen wir uns in Großwoltersdorf …

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